Seebach

Die Renovation der Markuskirche 2008/2009

verfasst von Stefan Müller, Liegenschaftenverwalter der Kirchenpflege (1999 - 2009)

Ausgangslage

Geschichte

1948             Bau

1977/78        Innenrenovation

2003/04        Erarbeitung, Zustandsbericht und Kostenschätzung: Rütti & Partner Architekten AG

2006             Leck der Bodenheizung

2006             Kontaktaufnahme mit Herrn M. Hubacher (Baubeauftragter und Vorstandsmitglied des
                    Verbandes der stadtzürcherischen evang.-ref. Kirchgemeinden)

2007             Abklärungen Varianten Heizung (Bank- oder Bodenheizung)

2007             Aktualisierung Kostenschätzung, Erarbeitung Projektierungskreditantrag

2007             Projektierungskredit von Fr. 50'000.- , Erarbeitung Bauprogramm und Kostenvoranschlag

 

Grundsätzliche Überlegungen
Die Kirche mit den angebauten Gebäuden wurde 1948 nach den Entwürfen von A. H. Steiner gebaut. Der Bau und die Ausstattung wurden bis in kleinste Details geplant. Bei der letzten Renovation vor 30 Jahren wurde diskutiert, was geändert werden kann oder darf. Auch jetzt stellte sich die Frage, wie weit wir die Kirche und vor allem ihre Ausstattung verändern können, um sie den wechselnden Bedürfnissen der Gemeinde anzupassen, ohne sie zu einer gesichts- und charakterlosen Gebäudehülle zu reduzieren. Im Sinne der Denkmalpflege haben wir entschieden grundsätzlich nichts zu verändern. Mit Zustimmung der Denkmalpflege wollen wir aber kleine Ergänzungen und Veränderungen vornehmen, die uns erlauben den Raum flexibler und vielfältiger zu nutzen.

Illustrationen zur Renovation

 

 

Renovation Markuskirche 1

 

 Renovation Markuskirche 2

Bauprogramm

Umfang

Elektroarbeiten

  • Ersatz des Elektroverteilers und aller Leitungen
  • Sanierung der Lampen im Kirchenraum, neue hellere langlebigere Leuchtmittel, Ersatzglaser fur Emporenlampen
  • Sanierung Kanzelleuchte
  • Neue Ausleuchtung Kreuz
  • Zusatzleuchten im Bereich Kanzel/Taufstein (Chor, Orchester, Aufführungen)
  • Leinwand links neben Kreuz: an Leinwandlift aufhängbar
  • Neue Steckdosen (Strom, Netzwerk im Kirchenraum)
  • Netzwerkverkabelung zu Kanzel, Beamer, Orgel, etc.
  • Beamer-Installation auf Empore
  • Neue Induktionsschlaufe fur Hörgerate
  • Fluchtwegschilder

 

Sandsteinboden

  • Die Sandsteinplatten werden ausser im Randbereich durch dünnere (vier cm) Platten aus den Originalsteinbrüchen ersetzt
  • Die verbleibenden Platten am Rand und im Kanzel-/Taufsteinbereich werden geschliffen
  • Anbringen eines Rutschschutzes bei den Stufen im Kanzel-/Taufsteinbereich

 

Heizung und Lüftung

  • Neue Bodenheizung mit neuer Steuerung
  • Isolation unter neuer Bodenheizung
  • Ersatz Luftungssteuerung
  • Reinigung Lüftung

 

Sitzbänke

  • Renovation durch Schreiner
  • Schleifen und lackieren
  • Ersatz der Sitzkissen
  • Vordere Sitzbänke werden nicht mehr fest montiert
  • Entfernung und Einlagerung von Sitzbänken von Empore (Platz fur Musiker) und unter Empore (wurden von vorne in Fluchtgang gestellt, sind zu entfernen (Feuerpolizei)
  • Auftrennung der drei längsten Bänke im hinteren Mittelteil der Kirche

 

Lagerraum im Keller

  • Abbruch des nicht mehr benutzten Oeltanks
  • Einbau zweier Türen in den Tankraum
  • Zugang direkt über Aussentüre (neben Südeingang Kirche) und von Dresden-Stube über zu befestigenden Weg durch den Keller

 

Ferner

  • Malerarbeiten: Gerüst stellen, Wände malen, Kuppel nur reinigen
  • Metallgeländer auf der Emporenbrüstung als Absturzsicherung
  • Panikschlösser an Schliessanlage
  • Baureinigung
  • Instandstellung Umgebung
  • Orgelsanierung (separates Projekt)
    • Ersatz der kompletten Elektrik
    • Neuer Spieltisch in altem Originalgehäuse
    • Generalrevision und diverse Ergänzungen

Schlussgedanke

Mit dieser Innensanierung wollten wir technische Mängel beheben, abgenutzte Bauteile sanieren und kleine Verbesserungen verwirklichen. Der Kirchenraum bleibt wie ursprunglich beabsichtigt, unauffällig und bescheiden, aber angenehm. Wichtig ist und bleibt, was Menschen darin glauben und fühlen.